Life-Coaching

- Viele Menschen stellen plötzlich fest, dass sie in Situationen stecken, deren Entwicklung dahin sie nicht mitbekommen haben. Dann herrscht Verwirrung und Unsicherheit darüber, wie die Situation zu verstehen und was zu tun ist. Lebenssituationen sind sehr komplex und empfindsam. Sie sind langsam gewachsen und verändern sich ständig. Ein Bewusstsein darüber zu entwickeln, wie sich das eigene Leben bewegt und verändert und welche Informationen es für mich bereithält, braucht Zeit und manchmal auch Mut. Den Mut auf die Menschen wirklich zu schauen, die mich umgeben, die mich halten und die mich hindern, mein Leben zu erkennen.
- In anderen Situationen geht irgendetwas nicht weiter, ist etwas blockiert, werde ich gebremst, verstehe ich etwas nicht mehr, werde ich immer wieder krank oder werde von wiederkehrenden Träumen geplagt. Dann geht es meist um einen inneren Entwicklungsschritt, der getan werden muss. Man steht auf einer Entwicklungsschwelle von einem Raum in den anderen, um von einem alten Lebensabschnitt Abschied zu nehmen und einen Neuen anzufangen. Man schaut zurück und… wartet bis es sich entscheidet, freudig in das Neue voranzugehen.
- Manchmal sind die eigenen Kinder daran beteiligt. Sie werden groß und man spürt sie werden gehen; sie müssen gehen. Denn so ist das Leben. Und doch steht dann in großen Lettern vor einem der Satz: Und was ist mit mir jetzt? Bisher war fast alles auf die Kinder ausgerichtet, und nun? … Es gibt ein Leben nach den Kindern, das wartet und gelebt werden will. Doch kein Mensch weiß, wie es aussehen wird. Alte Zweifel mögen um die Ecke kommen und die Zukunft etwas verdüstern. Doch es gibt ein gutes Leben nach den Kindern.
- Das eigene Leben ist das, was einem zu Eigen geworden ist, was das Eigene ausmacht. In das man hineingewachsen ist und was man viele Jahre selbst geformt hat. Selbstbestimmung und Identität, Freiheit und Verbindlichkeit nach den eigenen Entscheidungsmaßstäben zu leben, drückt das starke Bedürfnis aus, zu seinem Leben sagen zu können: Du bist meins!
- Im Laufe der Zeit wandeln sich das Denken und Fühlen, der Körper und die Lebensumstände. Wir wandeln uns mit, ob wir wollen oder nicht. Wenn wir uns mitwandeln wollen, nehmen wir wahr wie von Kindheit über Jugend bis zum Erwachsen werden sich die Interessen stark wandeln. In der Kindheit sind Dinge wichtig, die schon in der Jugend an Wert verlieren. Dafür wird anderes wichtig, das schon ein paar Jahre später wieder verblasst. Dann bekommt anderes wichtiges an Wert. Z. B. das Bedürfnis nach Anerkennung. Es ist immer da, aber es wandelt sich stetig von der Kindheit bis heute.
- Späte aber wichtige Fragen: Zu was bin ich noch gut? Für wen bin ich noch interessant? Bin ich noch leistungsfähig? Wieviel Kraft habe ich noch? … Nach all den Jahren der Anstrengung mit Kindern, Familie und Haushalt stehen oft diese Fragen vor der Tür. Man hat damals etwas gelernt und bis heute verlernt; aber für was soll das gut gewesen sein, wenn man es verlernt hat, zu arbeiten? Sich nun bewerben zu müssen oder anstellen zu lassen stellt eine große mentale Hürde dar. Beruf und Eigenständigkeit wollen überprüft und ggfls. in das eigene Leben eingebaut werden. Das erfordert Mut, Kraft und Klarheit.